Reiseberichte - Thailand / Khao Lak

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Wenn wir von Khao Lak sprechen, meinen wir damit einen Strandabschnitt von ca. 25 km zwischen Khao Lak South Beach und Bang Sak Beach. Als Ort Khao Lak wird der Hauptteil entlang der N4 zwischen Sunset Beach und Bang Niang Beach bezeichnet. Die Entfernung von Phuket-Airport beträgt ca. 75km. Haupteinnahmequelle in Phang Nga ist immer noch die Landwirtschaft - neben großen Gummibaumplantagen gibt es auch Reisanbau, Obst und Gemüse. Bis vor einigen Jahren wurde noch Zinn abgebaut, lohnt sich aber nicht mehr.

Der Tourismus gewinnt aber immer mehr an Bedeutung, da diese Region sehr viel bietet: Naturschutzparks mit Wasserfällen, einem riesigen Stausee, tropischen Regenwald, hervorragende Tauchgebiete und natürlich einen sehr langen tropischen Sandstrand, alleine in Khao Lak in einer Länge von rund 15km. 

Eine größere Stadt gibt es hier nicht. Die Dörfer heissen wie die Strände und sind oft nur eine kleine Ansammlung von Hütten entlang des Highway No.4. Die einzige Kleinstadt liegt rund 25km nördlich von Khao Lak und heisst Takua Pa. Sie zählt etwa 22000 Einwohner, hat einen interessanten Markt und ist Verkehrsknotenpunkt für die Busse von/nach Bangkok, für die Fahrten in den Khao Sok Nationalpark, nach Surat Thani und Ko Samui. Das war´s dann auch schon, mehr ist da nicht los.

Zwischen Phuket und Khao Lak liegt der Ort Thai Muang. Hier wurde vor einigen Jahren ein Projekt zum Schutz der Meeresschildkröten ins Leben gerufen. Jedes Jahr zur Schlüpfzeit der Schildkröten findet am Strand ein großes Fest statt.

Als Ausgangspunkt für Tauchreisen zu dem berühmten Similan Inseln und Richelieu-Rock bietet sich Khao Lak geradezu an; so liegen die Similans ziemlich genau gegenüber, man spart gut 80km Fahrt als wenn man von  Phuket aus startet. Daher werden von Khao Lak aus auch Tagestouren mit schnellen Speedbooten zu diesen Tauchgebieten angeboten, allerdings sind die Speedboote nicht jedermanns Sache; klein, eng und sehr laut. Die Fahrt dauert rund 1 Stunde pro Tour und ist sehr holprig. Nichts für Rückenkranke und Leute, die schnell seekrank werden. Für Umweltbewusste: auf so einer Speedbootfahrt werden hin- und zurück rund 250 Liter Benzin pro Motor durch die Vergaser der Außenborder gejagt - und einige Speedboote haben 3 Motoren! Eine gemütliche Fahrt mit einem Safarieboot ist da eindeutig die bessere Wahl.

Gegenüber Phuket ist Khao Lak ein sehr ruhiges Reiseziel. Disco´s und ausschweifendes Nachtleben sucht man hier vergeblich. Das soll aber nicht heissen, daß es dort nichts gibt. Khao Lak hat eine sehr gute Infrastruktur, so gibt es dort Märkte und Läden und großer Zahl mit allem, was man so braucht. Allerdings ist, bedingt durch die Ruhe, die Touristenstruktur auch klar gegliedert: auf der einen Seite Taucher und Backpacker, auf der anderen Seite sehr viele ältere Leute (bis sehr alt). Dazwischen aber auch junge Familien mit Kindern, meist Scandinavier. Hauptsächlich trifft man aber auf  Deutsche, Schweizer, Österreicher. Viele der älteren Leute verlassen ihre Bungalow-Anlagen allerdings fast nie.

Bis zum Tsunami am 26.12.2004 waren die Zuwachsraten im Tourismus auch recht hoch. So gab es 1997 erst eine Bungalow-Anlage in ganz Khao Lak, innerhalb von 5 Jahren waren es dann ca. 70 Resorts und Hotels. Da keine Hochhäuser genehmigt werden und Platz ausreichend vorhanden ist, fügen sich die Anlagen gut in die Landschaft ein. Trotzdem war Khao Lak ein beliebtes Ziel für Individualtouristen und Backpacker, gab es doch auch eine Menge sehr guter und günstiger Unterkünfte.

Nach dem Tsunami wurde die Zahl der Resorts arg dezimiert. Fast alle Resorts in Strandnähe wurden total zerstört. Zusätzlich bleiben die Touristen erst einmal weg, was die Lage für die Hotels nicht einfacher macht. Dafür begannen Verteilungskämpfe der Grundbesitzer. Einige Hotelketten planten auch den Wiederaufbau in Form von Luxus-Resorts und /oder All-Inclusive. Zum Glück hat sich hier die Vernunft durchsetzt und die meisten Resorts wurden so wieder aufgebaut, wie sie vorher waren (+ ab und zu ein paar Appartmenthäuser mehr).

Ähnliches auch bei den Tauchbasen. Alleine im Jahre 2004 gab es auch schon 26 Tauchbasen, viele sind aber ohne eigene Schiffe als reine Vermittler tätig. Nach dem Tsunami kämpften gerade die kleinen Basen um ihr Überleben. Ab 2006 sind fast alle wieder da, einige haben den Besitzer gewechselt, einige sind neu.

Wann kann man wieder nach Khao Lak reisen?

Grundsätzlich immer und sofort. Es sind ausreichend Hotels und Resorts vorhanden, die den Tsunami unbeschädigt überstanden haben oder wieder aufgebaut wurden. Auch die Infrastruktur ist fast vollständig erhalten geblieben; die meisten Restaurants, Läden und Märkte liegen an der höher gelegenen Hauptstrasse - die waren für die Flutwelle unerreichbar. 

Preislich kann man jetzt auch das eine oder andere Schnäppchen machen, da viele Hotels mit Sonderpreisen locken, um Touristen nach Khao Lak zu ziehen. Bei den Tauchbasen sieht es ähnlich aus, auch wenn das Tauchen hier schon immer relativ teuer war, so hat man jetzt erstmal den Vorteil, daß es eine Zeitlang sehr ruhig an den Tauchspots und auf den Booten sein wird.

Die Nationalparks waren eh nicht betroffen, hier kann man herrliche Ausflüge in´s Hinterland machen. Eine Tauchbasis (FunDivers Khao Lak) bietet auch Tauchen in dem Stausee im Nationalpark von Khao Sok an. Ein unvergessliches Erlebnis. Nach einer rund 3 stündigen Fahrt geht es mit einem Boot rund 45 Min. auf dem Stausee weiter - durch eine surrealistische Landschaft von spitz aus dem Wasser ragenden Inseln. Geschlafen wird in schwimmenden Hütten. Das Tauchen ist auch recht interessant: wie in heimischen Seen mit mäßiger Sichtweite, aber viiiiel wärmer...toll auch eine Sprungschicht in ca. 12m Tiefe. Sie besteht aus einer ca. 3m dicken Schicht weißer Flocken (niemand weis so richtig, was das ist) mit absoluter Nullsicht. Darunter hat der See Sichtweiten von über 20m - aber nur mit Lampe; die weisse Schicht lässt kein Licht von oben durch. Wenn man dann noch Glück hat, sieht man riesige Welse.

Die jenigen, die noch nie da waren,  werden von den Folgen des Tsunami so gut wie nichts mehr sehen, alle die Khao Lak schon kannten, werden staunen, wie schnell doch fast alle Spuren der Katastrofe beseitigt wurden.

Klima

Regenzeit ist von Mai bis Oktober

Hochsaison von November bis April, beste Zeit dabei Februar bis April

Die Temperaturen liegen meist immer über 30°, auch der Regen bringt keine Abkühlung. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch, auch ohne Regen.

Erreichbarkeit

Am einfachsten mit dem Flugzeug nach Phuket, von dort per Taxi oder Abholservice nach Khao Lak. Die Fahrt dauert rund 2 Stunden.

Da Khao Lak an der Nationalstrasse 4 liegt, fahren auch Überlandbusse hier durch. Es gibt einfache Linienbusse z.B. nach Surat Thani, von dort erreicht man die Eisenbahn. Eine weitere Möglichkeit besteht von Bangkok aus: es fahren täglich klimatisierte VIP-Busse nach Khao Lak (Bangkok Südterminal zwischen 18:30 und 20:30). Hier beträgt die Fahrtzeit aber mind. 11 Stunden.

Thailändische Küche

In Khao Lak gibt es viele kleine Restaurants und Garküchen - wie halt überall in Thailand. Da die Thais ein sehr geselliges Volk sind, wird meist nicht zu Hause gekocht, sondern in den vielen Restaurants oder Garküchen auf den Märkten gegessen. Bei den auch für thailändische Verhältnisse niedrigen Preisen bietet sich das förmlich an. So kostet ein Pat-Thai im Discovery Cafe nur 50 Bath (ca. € 1.-). 

In Khao Lak liegen die meisten Restaurants an der Hauptstrasse. Zu empfehlen sind u.A. das Discovery Cafe, Tarzan Cafe, Jay Restaurant, Father & Son, Happy Snapper (oft mit Live Musik), Lamuan Seafood sowie viele kleine Bars und mobile Garküchen entlang der Hauptstrasse.

 

 

Hier einige nützliche Links über Khao Lak

 

- Khao Lak Info-Net

- KhaoLak.de (Seite von Richard Doring, Reisebuchautor)

- Website von Südthailand.de über Khao Lak

 

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