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Lage der
Malediven:
Rund 700km südwestlich von Indien erhebt sich im Indischen Ozean
aus gut 2000m Tiefe ein unterseeisches Gebirge, auf dessen Bergspitzen die 26
Atolle der Malediven liegen. Das Gebiet der Malediven erstreckt sich von Nord
nach Süd über ca. 820km und von West nach Ost über rund 118km. Die
Landfläche beträgt dabei aber nur rund 300qkm, verteilt auf 1195 zum Teil
winzige Inseln, von denen aber nur etwas über 200 bewohnt sind. Einen schönen Eindruck von den Malediven bekommt man bereits beim Anflug auf den Male International Airport auf der Insel Hulule. Beim Blick aus dem Flugzeug sind viele der Inseln des Nord Male Atolls zu sehen.
Währung:
Für Touristen spielt die Landeswährung der Malediven keine Rolle.
Auf den Touristeninseln sowie in der Hauptstadt Male kann man mit den gängigen
Touristenwährungen dieser Welt bezahlen: US$, Euro sowie natürlich allen
Kreditkarten.
Wen
es doch interessiert: die maledivische Währung heisst "Maledivische
Rufiyaa (MVR); die Münzen heissen "Laari" (1 MRV = 100 Laari). Es
gibt einige sehr schöne Münzen mit hübschen Motiven, die Scheine sind
nicht so interessant.
Land
und Leute
Es gibt ca. 270.000
Einwohner, ein Drittel davon allein auf der Hauptinsel Male. Dazu rund
20.000 Gastarbeiter aus Sri Lanka, aber auch Europäer - alle im
Tourismusgewerbe tätig.
Wo
die Malediver ursprünglich herkommen, ist unbekannt. Man vermutet
hauptsächlich aus dem indischen Raum, zusätzlich im Laufe der
Jahrhunderte beeinflusst durch Zuwanderer aus dem arabischen Raum.
Die
Malediver sind ein freundliches und friedliebendes Volk. Sie treten sehr
zurückhaltend auf und zeigen selten Emotionen. Die Frauen sind den
Männern gleichgestellt, dafür gibt es sogar ein eigenes Ministerium.
Religion
Staatsreligion ist der Islam; alle Einwohner sind suunitische Moselms.
Andere Religionen werden nicht geduldet.
Staatsform
Der Präsident der Malediven wird alle 5 Jahre durch ein Volksentscheid neu gewählt. Er bekleidet das oberste Amt auf den Malediven und ist gleichzeitig Chef des Heeres und Verteidiger des Glaubens. Ihm zur Seite stehen die zehn Minister. Die Volksvertretung besteht aus 48 Abgeordneten, die sich aus jeweils 2 Abgeordneten je Atoll und zwei aus Male zusammensetzen, die restlichen 8 werden vom Präsidenten bestimmt. Es gibt auf den Malediven kein Parteiensytem, jeder muß sich für sein Amt selber bewerben und dies finanzieren.
Jedes der 19 Atolle hat einen Atollchef, dessen Aufgabe es ist für Recht und Ordnung zu sorgen, sowie alle wichtigen Ereignisse nach Male zu melden. Jede Insel hat zudem einen Inselchef, dieses Amt wird in der Regel vererbt.
Die maledivischen Gesetze basieren auf dem Koran, deshalb ist körperliche Züchtigung auch heute noch eine angewandte Strafe. Die Todesstrafe kennt man jedoch nicht - schlimmste Strafe ist die Verbannung auf eine einsame Insel.
In der Außenpolitik verfolgen die Malediven einen neutralen Kurs und sind Mitglied in den Vereinten Nationen und der UNESCO.
Impfungen /
Gesundheit
Eine geordnete medizinische Versorgung gibt es nur auf Male. Hier gibt es
ein staatliches Krankenhaus sowie zwei private Kliniken.
Dekokammern für Tauchunfälle
gibt es nur auf Bandos und Kuramathi.
Impfungen sind bei direkter
Anreise nicht vorgeschrieben. Die Malediven gelten als Malariafrei.
Teilweise tritt auf einigen Inseln das sogenannte
"Malediven-Fieber" auf, das vermutlich durch einen Virus
entsteht. Fiebersenkende Mittel + Vitamin C und viel Trinken, dann ist der
Spuk bald vorbei.
Medikamente sollten alle
mitgebracht werden, da sie nur schwer zu bekommen sind. Folgende
Medikamente werden empfohlen: Grippe- bzw. fiebersenkende Mittel, Brand-
und Wundsalbe, Mittel gegen Durchfall, Ohrentropfen, ;Mittel gegen
Mückenstiche, Pflaster. Man beachte dabei, daß Medikamente z.T. als
Drogen eingestuft werden, also eine entsprechende Bescheinigung des
Hausarztes (auf englisch) bei speziellen Medikamenten mitnehmen.
Wetter und Reisezeiten
Das Wetter auf den Malediven wird von zwei Monsunwinden bestimmt. Der von ca. Mai bis Oktober wehende Südwestmonsun bringt mehr Niederschläge als der von ca. Januar bis April wehende trockene Nordostmonsun. Die Dauer und Intensität der beider Monsunwinde kann stark schwanken. In den Monaten wo der Wind dreht, kann es sehr schwül und drückend werden.
Die Zeit zwischen Mai und Oktober gilt wegen des höheren Niederschlags als "Regenzeit". Der Niederschlag fällt jedoch meist nicht den ganzen Tag über, vielmehr ist folgender Ablauf üblich: Der Tag beginnt sonnig, gegen Nachmittag ziehen Wolken auf und am späten Nachmittag oder Abend regnet es heftig.
Der Wind weht zu dieser Jahreszeit auch etwas stärker, die Gefahr von tropischen Stürmen ist auf den Malediven jedoch sehr gering. Der Wind weht meist zwischen drei und vier Windstärken. Die Sicht unter Wasser kann hier auch schlechter sein.
Einreise
Aus Europa: mind 6 Monate gültiger Reisepass. Wichtig! Kindern
benötigen einen eigenen Kinderausweis mit Lichtbild! Bei der Einreise
erhält man ein Visum für 4Wochen, eine Verlängerung auf 90 Tage ist nur
in Male möglich.
Verboten ist die Einfuhr von
Alkohol, Drogen, Pornos und was in islamischen Ländern sonst noch so
stört: Zeitschriften mit Titelbildern leicht bekleideter Frauen,
bespielte Videokassetten (egal was drauf ist), Waffen, Harpunen usw.
Haustiere dürfen ebenfalls nicht mitgebracht werden.
Telefonieren / Internet
Das Telefonieren nach z.B. Deutschland vom Hotelzimmer bzw. Bungalow
aus ist sehr teuer. Handies funktionieren auf fast allen Touristeninseln anstandslos,
allerdings z.Zt. nur das D2-Netz. Die Roaming-Gebühren sind aber jenseits von Gut und Böse (ich habe 2003
pro Minute über 7 EUR bezahlt). Wer aus beruflichen Gründen unbedingt
erreichbar sein muss, sollte sich ein Satelliten-Telefon besorgen; es ist
deutlich günstiger und unabhängig vom GSM-Netz (pro Min. rund 2 EUR).
Internetzugang gibt es auf
einigen Inseln auch. Hier ist der Minutenpreis meist unverschämt
günstig, obwohl die selben Leitungen wie zum Telefonieren benötigt
werden...auf Baros habe ich pro Minute 15 US-Cent bezahlt, fast schon ein
Schnäppchen.
Küche
Eine typisch maledivische einheimische Küche gibt es so nicht.
Außerdem kommen Touristen mit den Einheimischen auch gewollt nicht soweit
in Berührung, daß sie von denen z.B. zum Essen eingeladen werden. Die
einheimische Küche tendiert sehr stark in Richtung Indien/China.
Auf den
einzelnen Hotelinseln gibt es daher je nach Kategorie und Geldbeutel
internationale Küche aller Art. Das Schwergewicht liegt aber eindeutig
auf der Indischen Küche, dicht gefolgt von Chinesisch. Das Essen ist auf
fast allen Touristeninseln sehr gut und reichhaltig - eine logistische
Meisterleistung, wenn man bedenkt, das wirklich alles eingeführt und auf
die einzelnen Inseln verteilt werden muss - und bei den Temperaturen auch
frisch bleiben muss.
Links
zum Anklicken für weiter Infos:
Malediven.net - eine der besten Seiten über die Malediven, hier
klicken...
Eine
sehr ausführliche, aber etwas bombastisch aufgemachte Seite (erfordert
aktiviertes Java) - hier
klicken...
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