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Reiseberichte - Baros - Malediven - Tsunami - |
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Leider lässt sich das Thema Tsunami bei einem Bericht über Tauchen in den Gewässern der Malediven nicht vermeiden. Hier also kurz ein Bericht über den Tsunami sowie eine Betrachtung über die Auswirkungen auf den heutigen Tourismus in diesem Gebiet. Das Unglück ereignete sich in der Andamanensee um ca. 10:15 am 26.12.04. ohne irgendwelche Vorwarnung. Durch die recht große Entfernung zu den Malediven kam die Welle hier mit einigen Stunden Verspätung an. Bei einer entsprechenden Vorwarnung währe wohl niemandem etwas passiert - gab es leider nicht... Da die Inseln der Malediven keine weiten und flachen Strände haben, wo sich eine Flutwelle aufbauen kann, wurde der Tsunami hier nur als eine kurze Erhöhung des Meeresspiegels, ähnlich einer sehr kurzzeitigen Flut, wahrgenommen. Das Wasser stieg hier für ein paar Minuten um gut 2m über dem normalen Hochwasser an; das reichte aber aus, um die meist nur 1m aus dem Meer ragenden Inseln zu überfluten. So gab es auch keine Gebäudeschäden wie in Thailand, wo Gebäude von der Wucht der Welle total zertrümmert wurden. Die Gebäudeschäden auf den Malediven kamen durch den Sog des relativ niedrigen Wassers zustande und waren deshalb auch nicht so gravierend. Auf einigen Inseln wurden die künstlich aufgeschütteten Sandflächen, wo die Hütten drauf standen, weggespült. Dadurch wurde den Hütten der Untergrund entzogen und sie stürzten ein oder schwammen auf und davon. Meist hielten sich aber die Gebäudeschäden in Grenzen oder es gab einfach keine. Da es auf den Malediven auch ab und zu Springfluten gibt, die ähnlich hoch ausfallen, gibt es auf vielen Inseln für die Bungalows Bretter, die in Holzschienen vor die Tür gesetzt werden. Die halten das Wasser ab bis es wieder abgelaufen ist. Nur leider gab es keine Vorwarnung... Trotz der relativ glimpflich verlaufenen Welle gab es aber auch hier einige Todesopfer zu beklagen, fast ausschließlich unter der einheimischen Bevölkerung. Dazu muss man bemerken, daß viele Einheimische nicht schwimmen können - nicht nur auf den Malediven, sondern auch z.B. in Thailand, Sri Lanka usw.. Das gilt sogar für Fischer in diesen Ländern, die tagtäglich auf dem Meer sind - reinfallen dürfen sie da nicht! Von diesen Einheimischen wurden ein paar (leider auch viele Kinder) durch den Sog des rücklaufenden Wassers in die Lagune oder in die offene See gerissen. Da sie nicht schwimmen konnten, ertranken sie schon in relativ flachem Wasser. Touristen, die in einer ähnlichen Lage waren, schwammen einfach und ohne Probleme zurück. So gab es auch keine Opfer unter den Touristen. Auswirkungen auf den Tourismus Nach der teilweise auch etwas übertriebenen Rückrufaktion vieler Reiseveranstalter gab es für die Malediven, wie auch für Thailand, eine massive Stornierungswelle. Hinzu kam eine Panikmache durch die Berichterstattung der Medien; zu viele Journalisten, die von der Materie keine Ahnung haben, schwangen sich zu "Fachleuten" auf und verbreiteten Angst und Schrecken - Hauptsache die Quote stimmt... Einige der betroffenen Inseln werden noch renoviert, einige waren eh mit einer Generalüberholung dran, da wurde auch viel dem Tsunami in die Schuhe geschoben (solange die Versicherungen das auch geglaubt haben...) Zur Saison Winter 2005 stehen aber die meisten Inseln wieder zur Verfügung, darunter auch einige neue erschlossene Inseln, die es bisher für den Tourismus noch nicht gab. Zu sehen, wie z.B. in Khao Lak, ist dort nichts mehr von der Welle. Nur bei den verantwortlichen für den Tourismus gab es ein Umdenken. Man versucht jetzt, mehr in Richtung Luxusurlaub zu gehen - ein Trend, der leider auch in anderen Gebieten Einzug hält. Hier spielt eine gewisse Gier der Hotelketten und auch Politikern eine Rolle, der Tourismus leidet aber darunter. Nicht jeder hat das Geld für ein Luxusresort - und viele, die es haben, möchten nicht die ganze Zeit "unter sich" sein - hier währe eine gesunde Mischung so wie bisher wohl die bessere Wahl. Das Problem ist, daß jede Maßnahme, in welche Richtung auch immer sich diese Inseln entwickeln, es immer die sogenannten "kleinen Leute" trifft. Denn trotz alledem ist die Gegend dringend auf die Einnahmen des Tourismus angewiesen, die Einheimischen haben keine andere Einnahmequelle. Sie arbeiten als Kellner, Techniker, Zimmerservice usw. auf den Inseln und sind auf jeden Touristen angewiesen. Die Infrastruktur ist wieder voll hergestellt, soweit sie überhaupt beeinträchtigt war. Die Tauchbasen haben ebenfalls geöffnet und die Boote sind startklar. Auswirkungen auf die Tauchgebiete Die Tauchgebiete sind zum Glück fast alle sehr gut davon gekommen. So gibt es, anders als in der Andamanensee, fast keine Schäden. Hier ein Link zu einer der ausführlichsten Seiten über den Tsunami - hier klicken...
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