Reiseberichte Mauritius

- Tauchgebiet Coin de Miré  -


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Mauritius ist nicht das klassische Tauchziel im Indischen Ozean. Die Sichtweiten sind meist mäßig und die UW-Fauna kann mit den Malediven nicht mithalten. Trotzdem lohnt sich Mauritius aus Sicht des Tauchers, da hier eine sehr schöne UW-Landschaft existiert: Riffe, Canyons, Steilwände, Wracks - manchmal alles bei einem Tauchgang. Da viele große Walarten auf ihren Wanderungen z.B. in die Antarktis an Maurtitius vorbei kommen, kann man hier zu speziellen Jahreszeiten auch Großwale beobachten. Auch viele Haiarten sind hier anzutreffen. Dazu jede Menge Kleinkram und auch einige endemische Arten, die es also nur hier gibt.

Bis auf die Südküste - zu wild und stürmisch - kann rund um die Insel getaucht werden. Da Mauritius fast völlig von Riffen umgeben ist, hat man hier auch eine lohnende Unterwasserlandschaft. Die besten Tauchspots sind im Nordwesten und Norden von Mauritius; hier speziell bei der kleinen Insel Coin de Miré und Flat Island.

Wir waren bei unseren Reisen immer in Cap Malheureux im Norden und tauchten dort mit der Basis "Sindbad" in der Bungalow-Anlage von Kuxville. Der Tauchlehrer Uwe Ertl ist ein Urgestein unter den Tauchlehrern dieser Welt und durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Er betreibt diese Basis schon seit über 20 Jahren und hat die Tauchgebiete dort erschlossen.

Getaucht wird von dieser Basis aus fast immer an oder in der Nähe der vorgelagerten kleinen Insel Coin de Miré. Vom "easy diving" im Aquarium, über Steilwände und UW-Canyons bis zu dem Wrack der "Jabedah" (die Schraube ziert den Garten in Kuxville) gibt es für jeden etwas. 

Die Tauchspots werden von Uwe meist nicht vorher bekannt gegeben; die See ist zu launisch. So entscheidet er meist erst bei der Abfahrt an Hand der Bedingungen, wohin es geht - enttäuscht wurden wir dabei aber nie. 

Die Bootsfahrten sind aber nichts für Leute mit leicht aufkommender Seekrankheit... das eingesetzte Boot ist recht klein und die Dünung in der Lagune z.T. gewaltig. 

Hier einige Tauchplätze (an denen auch die UW-Bilder in diesem Bericht entstanden sind)

Coinfetti

Felsen mit vielen Gelbrücken-Füsselieren, selten Strömung, gute Sicht. Guter Foto/Video Platz, max. 24m tief

 

The Wall

Meist sehr gute Sicht, große Tunfische, Kingfisch-Schwärme, Glaskorallen. Machmal Rochen, Haie oder Schwertfische. Selten Strömung, max. 36m tief.

 

Wrack der "Jabedah"

Max. Tiefe 33m, mittlere bis gute Sicht, sehr viele Groß- und Kleinfische. Wrack steht senkrecht, viele Wrackteile. Sehr guter Foto- Videoplatz. Ab und zu Strömung, kann auch etwas stärker sein.

 

Old Anchor

Sehr schöne Korallenlandschaft bis max. 23m. Kaum Strömung und meist gute Sicht. Viele bunte kleine Fische, Muränen, Riesengorgonien und ein alter Anker von 1900.

 

Stingray

Kleine Schluchten und Höhlen (Lampe mitnehmen). Max. 14m Tief, Sicht manchmal schlecht, meist mittel bis gut. Selten Strömung, dafür über Wasser ab und zu ein kräftiger Nordwind. Viele Kleinfische, Nacktschnecken, gut für Foto/Video.

 

Cap

Leichter Tauchgang bis max. 32m Tiefe. Viele Schluchten, Riesenfelsen mit Riesengorgonien. Viele Groß- und Kleinfische. Selten Strömung.

Ein Nachteil sei hier aber nicht verschwiegen: das etwas lasche Umweltbewusstsein der Malediver. So ist es streng verboten, bei Coin de Miré zu ankern; trotzdem werfen die Katamarane, die fast täglich mit Schnorchlern an Bord die Insel anfahren, einfach große alte LKW-Bremstrommeln als Anker auf die Riffe... Auch als Taucher muss man etwas aufpassen, nie dort tauchen, wo die Kat´s ihre Schnorchler abladen oder immer schön nach oben schauen...

Weitere Tauchplätze unter "Sindbad" auf der Webseite von Kuxville, hier klicken...

 

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