LTV-Orientierungskurs 2004 - Ein Erlebnisbericht von Rüdiger Toebert
Wie jedes Jahr bot der LTV auch 2004 einen Orientierungskurs an. Ok, kann nicht schaden, dachte ich mir und meldete mich an. Der Kurs ging über 2 Tage und war in jeweils einen theoretischen- und einen praktischen Teil unterteilt.
So trafen wir uns am ersten Tag, einem Samstag, morgens im TV-Eiche Horn zur Theorie. Der Kurs wurde von Andreas Wedemeyer und Volker Weidemann geführt; beide glänzten durch ein enormes Fachwissen, es gab einfach keine Frage, die hier unbeantwortet blieb.
Nach einem ausführlichen Grundkurs in die Navigation allgemein
- was gibt es überhaupt an Möglichkeiten der Navigation auf der Erde
- was ist ein Kompaß und wie funktioniert er
- Navigation unter- und über Wasser
kam eine erste Trockenübung auf der grünen Wiese; mit einem Handtuch als Sichtschutz navigierten wir nach dem Kompaß eine zuvor festgelegte Strecke bzw. Figur. Was für Außenstehende sicherlich einen hohen Unterhaltungswert hatte, war doch für einige von uns die erste Berührung mit einem Kompaß. Dank des hervorragenden theoretischen Unterrichts kamen die meisten aber auch genau da an, wo sie hin sollten.
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Dann wurde es Ernst - es ging zum Grienenbergsee. Hier mussten wir die gerade erlernte Theorie in die harte Praxis umsetzen.
Als erste Übung wurde ein Punkt (z.B. eine Boje) als Ziel genommen, zurück ging es in gerader Linie (180° Kurs) - das war ja noch recht einfach...
Dann wurde es schon komplizierter: ein Rechteck- bzw. Dreieckkurs. Hier durfte man sich nicht verrechnen, sonst kam man überall an, aber nicht da, wo man hin wollte. Aber auch das schafften wir alle mit Bravour.
Damit war der erste Tag zu Ende; es hatte schon viel Spaß gemacht und wir freuten uns schon auf den Sonntag.
Am Sonntag dann wieder als Erstes Theorie - wieder im TV Eiche Horn. Diesmal wurde es komplizierter, Zickzack-Kurs, Kreuzpeilung sowie einen immer größer werdenden Suchkreis tauchen stand auf dem Programm. Dazu lernten wir die Aufteilung der Navigationsaufgaben im Buddy-Team. Für einen alleine, das zeigte schon der Samstag, war das Ganze nämlich - gerade als Anfänger ohne ausreichende Übung - schon fast zu viel. Man musste auf den Kompaßkurs achten, die Flossenschläge oder alternativ die Zeit erfassen, die Tiefe im Auge behalten und auf seine Mittaucher achten...diese ganze Arbeit kann man aber auch hervorragend auf einzelne Teammitglieder verteilen.
Auf der Wiese wurde das gerade gelernte, wie am Vortag auch, wieder als Trockenübung absolviert. Dann ging es wieder raus zum Grienenbergsee.
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Bei der ersten Lektion tauchte der Übungsleiter voraus, signalisierte dann einem anderen Taucher: "nun du, bring uns zurück..."
Das war schon schwerer, denn hier wurde nicht nur der Kompaßkurs berücksichtigt, sondern auch andere Merkmale wie z.B. eine Tiefenlinie, der Bewuchs unter Wasser und andere Dinge, die einem auffielen. Dazu kam, daß man diese Merkmale ja quasi Rückwärts wieder abspulen musste, beim Kompasskurs auch noch umrechnen...aber durch unsere Übungen am Vortag und auch auf der grünen Wiese hatten wir schon ein klein wenig Erfahrung und es klappte ganz gut.
Die letzte Übung war eine schöne Überraschung - an Hand von zwei Markierungen an Land mussten wir einen Punkt im offenen Wasser anschwimmen (Kreuzpeilung), dort Tauchen und wenn wir gut aufgepasst und navigiert haben, genau dort eine Schatzkiste finden. War sie nicht gleich da, wurde ein immer größer werdender Kreis abgetaucht. Hier waren nicht alle erfolgreich, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat.
Dieser Kurs hat uns allen großen Spaß gemacht - ich kann ihn nur weiter empfehlen. Wir haben sehr viel Nützliches gelernt, nicht nur für das Tauchen in einem Binnensee, sondern auch für den Urlaub. Dafür an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Trainer und Übungsleiter.