Allgemeines zum Roten Meer                                                                                                                                                                       

Das Rote Meer ist eine schmale Meerenge zwischen Nordost-Afrika und der Arabischen Halbinsel. Der Name kommt wahrscheinlich von den Massen rötlichen Seegrases im Meer. Es ist durch das Bab al-Mandab mit dem Arabischen Meer verbunden, das ein Teil des Indischen Ozeans ist. Der Bab al-Mandab (arab. Das Tal der Tränen) ist eine rund 27 Kilometer breite Meeresstraße und die einzige natürliche Verbindung des Roten Meeres mit dem Golf von Aden, der ein Teil des Arabischen Meeres und damit des Indischen Ozeans ist.

Durch den Suezkanal wurde eine künstliche Verbindung zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer geschaffen. 

Von dieser Ausnahme und einigen gelegentlich auftretenden Wasserzuflüssen durch Wadi abgesehen, ist es das einzige Meer, in welches keine Flüsse münden. Dies erklärt die gute Sicht unter Wasser, da im Wasser wenige Schwebstoffe sind.

Eine weitere interessante Besonderheit ist der Golf von Akaba; es ist dort die einzigartige Makroplanktonfauna (Quallen, Venusgürtel, Seegurken usw.), die jeden Frühling erblüht.


In alten Zeiten ging hier eine der wichtigsten Strassen für den Austausch von Waren zwischen der östlichen und der westlichen Welt durch.

Sharm El Sheikh, zwischen den beiden Golfen an der Spitze des Sinai gelegen und inzwischen Naturschutzgebiet, bietet eine der schönsten Unterwasserlandschaften der Welt. Vier Forschungsstationen für Meereswissenschaft gibt es in diesem Gebiet: in Hurghada und Sharm El Sheikh (Ägypten), Eilat (Israel) und Akaba (Jordanien). Jene von Hurghada, die vor über hundert Jahren durch den ägyptischen Meeresbiologen Ahmed Goar gegründet wurde, ist die älteste, zur Zeit aber die am wenigsten aktive.

Obwohl sie weit jenseits vom Wendekreis des Krebses (der eigentlichen Grenze der Verbreitungsgebiete der Riffe in der nördlichen Hemisphäre) wachsen, gehören die Korallenriffe des Roten Meeres zu den schönsten und besterhaltenen Riffe der Welt. Die Klimaschwankungen, aufgrund derer 1997-1998 die meisten lebenden Korallendecken im Indischen und Pazifischen Ozean abstarben (el Ninó), konnten den Riffen im Roten Meer nur wenig anhaben.

Hinzu kommt, dass die Küsten des Roten Meeres wenig bevölkert sind. Daher sind diese Riffe (mit Ausnahme von Ägypten, dessen Tourismus stark entwickelt ist) nicht direkt den Einflüssen des Menschen ausgesetzt. Dies trifft vor allem auf die unberührten Riffe zu, die an die saudiarabische Küste des Golfes von Akaba und an das nördliche Rote Meer zwischen den Städten Haql und Yanbu Al Bahar grenzen. Darüber hinaus macht das kristallklare Wasser des Roten Meeres aus ihnen ein echtes Paradies für Unterwasserfotos und -videoaufnahmen.

Anrainerstaaten sind:

Ägypten, Sudan, Eritrea, Dschibuti in Afrika
Saudi-Arabien, Jemen auf der Arabischen Halbinsel,
Israel besitzt mit Eilat einen Zugang zum Golf von Akaba, sowie Jordanien um die Stadt Akaba.

Touristisch erschlossen ist dabei hauptsächlich der ägyptische Teil, etwas Sudan (meist Safari-Boote, die von Ägypten aus dahin fahren) sowie Eilat. In den anderen Anrainerstaaten spielt der Tourismus (noch) keine Rolle.