Tauchgebiete am Roten Meer (nur Ägypten)

Für Europäer ist das Rote Meer das nächstgelegene Top-Taucherziel. Nur ein paar Flugstunden entfernt, kann man hier fast ganzjährig die Unterwasserwelt erkunden. Mit Tauchschiffen gelangt man auf Tagesfahrten und auch Tauchsafaries zu wirklich spektakulären Tauchplätzen. Für Landratten kann man in Dahab, Marsa Alam und Coral Garden (südlich Safaga) von Land aus eintauchen. Neben dem prallen Leben in unzähligen Riffen gibt es auch jede Menge Wracks - so ist für alle etwas dabei. 

Das Rote Meer im Bereich Ägypten weist sehr viele kleine Orte auf, die inzwischen als Taucherhochburgen gelten:

- Dahab (nördlich Sharm-el-Sheikh)

- Sharm el Sheikh

- El Ghouna

- Hurghada

- Safaga

- El Quseir

- Marsa Alam

Leider hat sich das inzwischen überall herumgesprochen, so daß viele dieser Tauchziele heute total überlaufen sind. Nicht nur die Infrastruktur hinkt z.T. hoffnungslos hinterher - in erinnere da nur an den hoffnungslos überfüllten Flughafen Hurghada jeden Donnerstag... - auch die Tauchspots leiden darunter. So gibt es zwar noch sehr viele kleine Riffbewohner, aber Großfische machen sich rar - denen ist der Trubel, wenn z.B. in Hurghada an einem Tauchspot 15-20 Schiffe liegen und alle Taucher fast zeitgleich im Wasser sind, einfach zu stressig, die ziehen dann woanders hin. Der Mensch tut sein Übriges, um die Zahl der Großfische zu dezimieren - durch legale Fischerei sowie den Raubbau an z.B. Haibeständen. Aber auch der normale Tourist (meist kein Taucher), der sich auf einem Markt z.B. einen kleinen aufgeblasenen und getrockneten Kofferfisch für € 1,50 kauft und zu Hause auf den Fernseher stellt, schädigt durch seine Nachfrage den Fortbestand der Riffe - weltweit übrigens, das ist nicht nur ein ägyptisches Problem.

So gibt es nur noch wenige "Geheimtipps", die auch kein Geheimnis mehr sind: El Ghouna nördlich Hurghada zählt (noch) dazu wie der Süden. Eine Entspannung der Situation  könnte es geben, wenn z.B. Saudi Arabien seine Rotmeer Küsten für den Tauchtourismus erschliessen würde. Solange die aber genügend Erdöl haben, passiert da wohl nichts - und wenn das Öl alle ist haben die Flugzeuge keinen Sprit mehr, um uns dahin zu bringen...

Eine Alternative zu den schon oft überlaufenen Orten sind noch die vielen Safarieboote. Hier fährt man z.B. ab El Quseir die Südtour. Das geht dann, je nach Länge der Tour, bis hinein in den Sudan. Diese Safaries sind aber inzwischen auch so beliebt, daß seitens der Regierung die Anzahl der Boote beschränkt wurde. Langsam setzt sich auch in Ägypten durch, daß nur heile Riffe auf Dauer Geld einbringen - und Riffe bleiben nur heile, wenn man die "Nutzung" auf ein erträgliches Maß beschränkt.