Antauchen 2004 auf Fehmarn - Ein Erlebnisbericht von Armin Gieseke

 

 

Flach wie ein Suppenteller ist die Ostsee in größeren Teilen, so auch rund um Fehmarn. Daß das dem Spaß keinen Abbruch tut, haben 25 TeilnehmerInnen vom 23. bis 25. April beim Antauchen unseres Vereins bewiesen.

Am Freitag angekommen begrüßte uns strahlender Sonnenschein auf dem Campingplatz Miramar direkt am Fehmarnsund. Die Unterkünfte, 6 recht komfortable Wohnwagen, waren schnell bezogen, und ein abendliches Grillen unter freiem und später sternenklarem Himmel brachte gesellige Stimmung.

Wer freitags die Tauchmöglichkeiten noch nicht genutzt hatte, konnte dann ab Samstag morgen auf seine Kosten kommen. An der Sundbrücke, die allgemein als Favorit gilt, sind zwar mehr als 10m Tiefe zu erreichen, allerdings ist hier mitunter mit beachtlicher Strömung zu rechnen. Die Aktiven ließen es daher ruhiger angehen: Tauchgebiete im Südosten und Osten der Insel waren angesagt, namentlich Staberhuk, Katharinenhof und Gahlendorf.  

Am Mittag waren sich alle einig: Das Wasser war ausgesprochen ruhig, die Sichtverhältnisse einmalig hervorragend und dem Wetter in nichts nachstehend. Ein Licht- und Farbenspiel der verschiedenen Grün-, Rot- und Braunalgen ließen den ein oder anderen fast an Mittelmeer-Verhältnisse denken. Nur die Wassertemperaturen um 10°C konnten da nicht mithalten.

In Gahlendorf war auch ein gewisser Fischreichtum zu beobachten, wenn auch eingesperrt in den dort installierten Reusen am Ende von langen Stellnetzen und in teilweise recht bedauerlichem Zustand. Trotzdem fanden die meisten Gruppen zwischen Seegras und lückenlos bewachsenen Steinen den ein oder anderen Seeskorpion, Seehasen, Seenadeln, Jungvolk von Petermännchen und Klippbarschen, Garnelen und allerlei anderes "Getier".

Die kulinarischen Bedürfnisse konnten dann mit einem Eintopf (wahlweise Chili oder Gemüse-Pute) befriedigt werden. Volkmar löste alldieweil das Problem leerer Tauchgeräte. Dies war in der Tat ein kniffliges, denn auch der lokale Kompressor gab sich noch etwas frühjahrsmüde. Es fehlte an Strom, O-Ringen u.ä. Aber gemeinsam sind wir stark (und unausstehlich?), und das Füllen klappte dann doch noch, wenn auch zu rekordverdächtigen Preisen (50 ct/Flaschenliter, vergleiche: Katharinenhof nur günstige 48 ct/Flaschenliter :-)). Währenddessen gab sich der/die durchschnittliche AntaucherIn allgemeiner Entspannung in der Sonne hin.

Am Nachmittag tauchten wir wiederum ab, die Kinder in Badehose am Strand, die TaucherInnen in Neopren oder Membran im Meer.

Mit dem Abend in geselliger Runde, zunächst im rustikalen Ambiente der Aalkate in Lemkenhafen (nichts für Räucherfisch-Abstinenzler), später dann in einem Wohnwagen-Vorzelt, konnte das Erlebte dann nochmals durchlebt, erzählt und mit hinreichend Taucherlatein versponnen werden.  

Mit der Tauchbesprechung am nächsten Morgen (wieder ein sonniger) kam dann auch das "kontrollierte" Ende des Antauchens. Leider mußten die gemütlichen Wohnwagen bereits bis 11:30 Uhr geräumt werden. Viele nutzten allerdings die gute Gelegenheit, vor dem Heimweg noch einmal in die Ostsee zu hüpfen und dem gemeinsamen Hobby zu frönen.

Den TeilnehmerInnen, sowohl Mitgliedern als auch Gästen, hat die Veranstaltung viel Spaß gemacht. Daran waren nicht zuletzt das schöne Wetter und die für ein Antauchen sensationellen Sichtverhältnisse verantwortlich. Der TSC hat damit sicherlich nicht zum letzten Mal ein Antauchen auf Fehmarn veranstaltet!